Erste Tour des Jahres – Unterwegs im Kölner Nordosten

Eingetragen bei: Allgemein | 0
Auf der Schlackenberg-Werft
Auf der Schlackenberg-Werft

Die Sonne lacht. Angenehme Temperaturen. Perfektes Wetter für die erste Familienradtour des Jahres. Zum Einrollen soll es eine kurze Runde durch den Kölner Nordosten sein, die auch für unseren Filius machbar ist. Über die sechste Etappe des Kölnpfads (Mülheim – Schlebusch) soll es zum Dünnwalder Wildpark und von dort wieder nach Hause gehen.

Schnell ist der Radweg am Mülheimer Rheinufer erreicht. Die erste Pause, eigentlich ein kurzer Fotostopp, legen wir an der Schlackenbergwerft ein. Doch der Imbiss vor dem Start hat nicht ausgereicht. Die ersten Brötchen werden angeknabbert. Bis zum Flittarder Deich müssen wir uns dann mit den Läufern des Ali-Kurt-Gedächtnislaufs, der heute stattfindet, den Weg am Rhein teilen.

Auf dem Deich weht uns ein kräftiger Wind entgegen. Gepaart mit dem Schotterbelag muss unser Cyclekid ziemlich kämpfen, um von der Stelle zu kommen. Er ist happy, als wir endlich durch Flittard fahren. Bereits kurze Zeit später ist die Laune allerdings völlig am Boden. Bei der Auffahrt auf einen Bürgersteig bleibt das Hinterrad am Randstein hängen und es schmeißt unseren Filius arg auf die Platten. Der Abbruch der Tour scheint besiegelt. Doch Trösten, Snacken und die Aussicht auf Pommes wecken den Kampfgeist. Wir fahren weiter!

Ländliche Idylle zwischen Köln und Leverkusen

Nach der Überquerung der B8 wird es idyllisch ländlich im Kölner Nordosten. Der Pfad führt uns durch Felder und Greens des Leverkusener Golfclubs. Die Umleitung des Kölnpfads aufgrund der gesperrten A3-Unterführung verpassen wir (natürlich). Wir müssen einige hundert Meter zurück. Die geänderte Strecke führt um den Flugplatz Leverkusen herum. Gespannt beobachten wir mehrere Starts von Segelfliegern, die mit der Seilwinde empor gezogen werden.

Keine zwei Kilometer später lädt der Von-Diergardt-See zu einer erneuten Pause ein. Sand, Wasser und Sonne – ein wunderbarer Spielplatz mit Urlaubsfeeling. Hier könnten wir locker den ganzen Nachmittag verbringen. Doch die wenigen Vorräte können unseren Hunger kaum stillen.

Von-Diergardt-See
Panorama Von-Diergardt-See

Ein langer Weg zu den heißersehnten Pommes

Bis zum anvisierten Ziel sind es schätzungsweise fünf Kilometer. Doch mit hängenden Mägen ziehen diese sich wie Kaugummi. Vor allem beim Jüngsten ist die Lust auf dem Nullpunkt. Er mag nicht mehr weiter. Verständlich! Aber wir müssen aus dem Wald raus. Doch als wir auf dem Weg von Schlebusch nach Dünnwald über einen frisch geschotterten Weg müssen, fliegt das hellblaue Pucky-Rad in den Wald. Aber Tannzapfen sind kein adäquater Ersatz für Pommes.

Nach 23 Kilometern, mehr als vier Stunden und einem weiteren unangenehmen Sturz erreichen wir endlich das Lokal „Wildwechsel“ am Dünnwalder Waldbad. Unser Filius muss allerdings erneut viel Geduld beweisen. Bis seine heißersehnten Pommes da sind, dauert es eine gefühlte Ewigkeit. Wir beschließen mit der Bahn nach Mülheim zurück zu fahren.

Doch als wir an der Haltestelle ankommen, verrät die Anzeige, dass wir noch 13 Minuten warten müssen. Da es zwischenzeitlich empfindlich kalt geworden ist, fahren wir doch weiter. Die Akkus von Cyclekid sind vollständig aufgeladen. Die restlichen 7 Kilometer nach Hause verfliegen nur so.

Eine verdiente Belohnung nach 30 Kilometern

Eis
Verdiente Belohnung

Wir sind mächtig stolz auf unseren tapferen Kämpfer. 30 Kilometer durch den Kölner Norden. Eine große Portion Eis zum Abschluss des Tages hat er sich mehr als verdient.

Es war ein langer, aber schöner Tag, der uns einiges gelehrt hat. Unter anderem, dass wir vor dem Start einer längeren Tour noch einmal tüchtig essen sollten. Außerdem steht weiterhin die Überlegung im Raum, ein Followme anzuschaffen, um unser Kind im Falle des Falles „abschleppen“ zu können.

 

 

Die ausführliche Tourenbeschreibung folgt bald!

Hinterlasse einen Kommentar